Archiv für den Monat: September 2016

AVISO: Protest zum Asylgipfel am 24. September in Wien

Protest zum Asylgipfel: „Wir wollen das! Wir können das! Wir machen das!“

Kundgebung gegen Unrechtspolitik: 24. September, 13 Uhr, Burgtheater Wien

Anlässlich des europäischen Asylgipfels am Samstag, 24. September, in Wien organisiert die Plattform für eine menschliche Asylpolitik eine Kundgebung um 13 Uhr beim Wiener Burgtheater. Sprechen werden Erich Fenninger (Direktor der Volkshilfe Österreich), Sandra Iyke (Leiterin der Kampagne #menschenrechtasyl von Amnesty International) und die Musikerin und Asylrechts-Aktivistin Christine Schörkhuber.

Die Gipfel-Teilnehmenden haben angekündigt, in Wien das „Ende der Willkommenskultur“ zu besiegeln und die „EU-Außengrenzen“ mit Frontex stärker zu schützen. Die Plattform steht gegen diese Unrechtspolitik auf. „Wir müssen wachsam bleiben! Das Recht auf Schutz und Asyl ist ein Menschenrecht, das wir für alle Menschen verteidigen. Dieses Recht darf nicht der Tagespolitik geopfert werden!“, sagt Plattform-Sprecher Michael Genner. „Die Regierenden müssen endlich für legale und sichere Fluchtwege sorgen, anstatt sich auf die Bekämpfung von ‚Schlepperbanden‘ zu konzentrieren.“

Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe meint: „Fast 50 Millionen Kinder weltweit wachsen heute in der Fremde auf – mehr als die Hälfte von ihnen sind auf der Flucht vor Krieg und Terror. Jeder zweite Flüchtling oder Vertriebene auf der Welt ist minderjährig. Diese Zahlen sind erschreckend und müssen als Zeichen gesehen werden, wieder zu einer humanitären Tradition zurückzukehren und Brücken zu bauen, statt Grenzen.“

Mit der Notstandsverordnung und dem Festhalten an der Abschottungspolitik verkündet die Regierung „Wir wollen nicht“ und nicht „Wir können nicht“. Aber die Hilfsbereitschaft ist ungebrochen! Das Motto der Kundgebung ist deshalb „Wir wollen das! Wir können das! Wir machen das!“.

karte-protestProtestkundgebung
Samstag, 24. September, 13 Uhr
Burgtheater Wien, Löwelstraße 12

https://www.facebook.com/events/1294009047362011/
Mehr Informationen: http://menschliche-asylpolitik.at/

Rückfragehinweis
Plattform für eine menschliche Asylpolitik
0681/1043 0201
office@menschliche-asylpolitik.at

Protest zum Asylgipfel: „Wir wollen das! Wir können das! Wir machen das!“

Unsere Antwort auf ihre Unrechtspolitik!

Foto © Daniel Weber
Foto © Daniel Weber

Protest zum europäischen Asylgipfel in Wien
Samstag, 24. September, 13 Uhr
Löwelstraße 12 (Burgtheater)
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Die österreichische Regierung hat im Frühjahr die Balkanstaaten in Geiselhaft genommen und so die Schließung der „Balkanroute“ erzwungen und eine humanitäre Katastrophe in Griechenland provoziert. 60.000 Flüchtlinge stecken dort seither fest. Die Verweigerungshaltung der meisten EU-Mitgliedsstaaten verhindert eine faire Verteilung. Bis jetzt wurden nicht einmal 1.600 Flüchtlinge aus der Türkei in der EU aufgenommen (vereinbart wurden im EU-Türkei-Deal bis zu 200.000). Auf dem europäischen Asylgipfel am Samstag in Wien geht es darum, ob das internationale Menschenrecht auf Schutz und Asyl der Tagespolitik geopfert wird, oder ob Menschlichkeit in der Flüchtlingspolitik zum Tragen kommt.

Die Hilfsbereitschaft ist in ganz Europa ungebrochen. Hunderttausende Menschen engagieren sich freiwillig in der Gestaltung von Freizeitaktivitäten, Organisation von Sprachkursen und Integration von schutzsuchenden Menschen in den Gemeinden. Mit den „Obergrenzen“ und der Verordnung eines angeblichen „Notstands“ verhöhnt die Regierung die professionellen und freiwilligen Helfer_innen und macht schutzsuchende Menschen zu „Illegalen“. Hilfsbereitschaft und Fluchthilfe werden kriminalisiert.

Mit der Notstandsverordnung verkündet die Regierung „Wir wollen nicht“ und nicht „Wir können nicht“, so Heinz Patzelt von Amnesty International. Die Plattform für eine menschliche Asylpolitik organisiert deshalb am Samstag, 24. September eine Protestaktion um 13 Uhr am Ballhausplatz unter dem Motto „Wir wollen das! Wir können das! Wir machen das!“. Zur gleichen Zeit wird die Pressekonferenz des Asyl-Gipfels im Bundeskanzleramt stattfinden.

Wir wollen die Hilfsbereitschaft sichtbar machen: Bringt symbolisch Essen und Getränke mit, macht eure Arbeit mit geflüchteten Menschen sichtbar, seid kreativ, bunt und laut!

  • Nein zum EU-Grenzregime und Nein zu Frontex!
  • Nein zu „Obergrenzen“ und zur „Notverordnung“!
  • Ja zum Menschenrecht auf Asyl!
  • Ja zur Solidarität und Hilfsbereitschaft!

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