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Österreichweite Mahnwachen: 1.782 Lichter gegen Abschiebungen

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Sonntag, 13. November, in ganz Österreich

1.782 Menschen sind von Dublin-Abschiebungen nach Kroatien betroffen. Wir lassen nicht zu, dass man unsere Freund_innen abschiebt. Für alle, die bereits abgeschoben sind, fordern wir das Rückkehrrecht in ihre neue Heimat Österreich. Am Sonntag, 13. November, finden deshalb in ganz Österreich Mahnwachen statt.

#LetThemStay #LasstSieBleiben

Wenn ihr mit eurer Gemeinde und Initiative teilnehmen wollt, schreibt uns kurz auf Facebook oder auf office@menschliche-asylpolitik.at. Wir helfen gerne bei der Anmeldung der Mahnwache bei der Behörde und stellen ein Formular zu Verfügung.

Was ihr tun könnt:

  • Nachbarschaft und Freund_innen kontaktieren
  • Fotos von Betroffenen ausdrucken und mitnehmen (bitte auf Einverständnis achten!)
  • Zettel #LetThemStay #LasstSieBleiben ausdrucken
  • Kerzen besorgen
  • Foto von der Mahnwache schicken an: office@menschliche-asylpolitik.at
  • Online-Petition gegen Abschiebungen verbreiten und unterzeichnen
  • Kommt zur Großdemonstration am 26. November in Wien

Liste der Mahnwachen (alphabetisch, wird laufend ergänzt):

  • Bad Ischl: Sonntag, 13.11., 18:30 Uhr, Sparkassenplatz
  • Bad Vöslau: Montag, 14.11., 16:30 Uhr Schlossplatz (vor dem Rathaus)
  • Graz: Sonntag, 13.11., 17:00 Uhr, Südtirolerplatz/Ecke Mariahilferstraße
  • Groß-Enzersdorf: Sonntag, 13.11., 17:00 Uhr, Stadtpark
  • Innsbruck: Sonntag, 13.11., 16:00 Uhr, Annasäule (Maria-Theresien-Straße 18)
  • Korneuburg: Sonntag, 13.11., 16:30 Uhr: Hauptplatz
  • Kumberg: Sonntag, 13.11., 18:00 Uhr, Marktplatz
  • Langenzersdorf: Sonntag, 13.11., 18:00 Uhr, Enzo-Platz
  • Mistelbach: Sonntag, 13.11., 17:00 Uhr, Hauptplatz
  • Nickelsdorf: Sonntag, 13.11., 16:30 Uhr, Dorfplatz
  • Tulln: Sonntag, 13.11., 18:00 Uhr, Hauptplatz
  • Vöcklabruck: Sonntag, 13.11., 17:00 Uhr, Stadtplatz
  • Wien: Sonntag, 13.11., 17:00 Uhr, Heldenplatz (vor der Nationalbibliothek)

Petition unterschreiben: Stopp von Dublin-Abschiebungen nach Kroatien

Bitte helft mit, die Petition gegen die unmenschlichen Dublin-Abschiebungen zu verbreiten! Die Plattform für eine menschliche Asylpolitik unterstützt die Online-Petition und hat dazu eine Stellungnahme veröffentlicht, die den sofortigen Stopp der Dublin-Abschiebungen fordert und Fälle dokumentiert.

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Österreich schiebt viele Menschen, die letzten Winter über die Balkanroute nach Österreich gelangten, wieder nach Kroatien ab. Zuerst haben die Behörden die Grenzen geöffnet und die Einreise der Leute organisiert, Monate später berufen sie sich auf illegale Einreise und wollen die Leute nach Kroatien abschieben.

Das allein wäre schlimm genug und Grund für einen Aufschrei. Doch nicht nur das, bei den Dublin-Verfahren wird derart undifferenziert vorgegangen, dass Integration in Österreich nichts zählt. Zwar fordern Politiker gern von Flüchtlingen ein, sie mögen sich doch integrieren, doch wenn Flüchtlinge jetzt wirklich alles daran gesetzt haben, sich rasch und erfolgreich in Österreich einzuleben, ist das für Dublin-Fälle einfach egal.

Theoretisch sollten Dublin-Verfahren in wenigen Wochen nach der Einreise in Österreich abgehandelt sein, deshalb ist Integration formal kein Kriterium, aber was wir hier sehen, ist kein Normalfall. Die Menschen sind oft schon bis zu 10 Monate oder länger in Österreich, leben teils hier bei österreichischen Familien, die Kinder gehen hier in die Schule, Flüchtlinge haben schon große Fortschritte beim Deutschlernen gemacht und hier Freunde gefunden. All das ist aber den österreichischen Behörden egal.

Schlussendlich wird auch die Arbeit von uns Freiwilligen durch dieses Behördenvorgehen mit Füßen getreten. Für Flüchtlinge und ihre Freund_innen und Unterstützer_innen wird großes menschliches Leid verursacht, für nichts und wieder nichts.

Hier geht es zur Online-Petition! Und hier zur Stellungnahme der Plattform und den dokumentierten Fällen!

Podiumsdiskussion mit Initiativen und Betroffenen: Wir wehren uns gegen Abschiebungen!

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Freitag, 11. November | 19:00 Uhr | Auf Facebook
Hörsaal 1, Neues Institutsgebäude (NIG), Universitätsstraße 7, 1010 Wien

  • Sylvia Jöbstl (Border Crossing Spielfeld)
  • Fanny Dellinger (Deutschkurs für Traiskirchen)
  • Michael Genner (Asyl in Not, Plattform für eine menschliche Asylpolitik)
  • Betroffene von Dublin-Abschiebungen

Seit Wochen werden hunderte gut integrierte Menschen aus ihrer neuen Heimat Österreich nach Kroatien und in andere Länder abgeschoben. Freiwillige Helfer_innen haben über das letzte Jahr unglaublich viel Zeit und Energie in die Integration gesteckt. Sie sind schockiert und empört, wie die Behörden jetzt über sie und ihre neuen Freund_innen drüberfahren.

Initiativen und Einzelpersonen haben begonnen sich zu vernetzen. Erste Abschiebungen konnten verhindert werden. Am 13. November finden österreichweit Mahnwachen statt, am 26. November ist eine Großdemonstration in Wien geplant.

#LetThemStay #LasstSieBleiben #DublinAbschiebungenStoppen

In Kooperation mit dem Verband Sozialistischer Student_innen (VSStÖ) Wien.

Ein Hilferuf von Ghufran aus Zagreb: „Ich vermisse meine Freunde“

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Ghufran ist 19 Jahre alt. Sie hat im letzten Winter ganz alleine die Fluch von Bagdad über die „Balkanroute“ bis nach Österreich geschafft. Sie war Schülerin in der kleinen südsteirischen Gemeinde Mureck.

Am Montag, 7. November wurde sie von Wien aus nach Zagreb abgeschoben. In Kroatien hat sie nur wenige Stunden auf der Durchreise verbracht und ist nie registriert worden. Sie kennt dort niemand. Ihr Freund_innen in Mureck haben Samstagabend eine Mahnwache abgehalten (siehe Bild oben).

Ghufran rief ihre Freund_innen in Mureck an. Ein Anruf, der einem das Herz bricht:

„Im Gefängnis Roßauer Lände in Wien war es furchtbar. Ich war zwei Tage lang ganz alleine in einem leeren gekachelten Raum eingesperrt. Sie haben mir mein Telefon abgenommen. Niemand durfte mich besuchen. Da waren nur Polizisten und Polizistinnen.

Hier im Lager in Zagreb stehen alle unter Drogen. Bitte helft mir. Bitte kommt mich besuchen. Ich fühle mich so allein. Ich vermisse meine Freunde.“

Die Nachricht von Ghufran wurde zuerst auf der Seite der Plattform Willkommenskultur in Mureck veröffentlicht.
Hier geht's zu den österreichweiten Mahnwachen gegen Abschiebungen am Sonntag, 13. November. Und hier zur Großdemonstration #LetThemStay #LasstSieBleiben am Samstag, 26. November in Wien.

Schülerin aus Mureck droht Abschiebung: „Das ist einfach nicht in Ordnung“

Foto: Plattform Willkommenskultur Mureck
Foto: Plattform Willkommenskultur Mureck

Frühmorgens am Samstag, 5. November, holte die Polizei die 19-jährige Schülerin Ghufran aus Mureck in der Südsteiermark ab. Sie soll nach Kroatien abgeschoben werden. Sie hat ganz alleine die gefährliche Flucht aus dem Irak nach Österreich überlebt. Hier hat sie neue Freund_innen gefunden und ging zur Schule. Wir veröffentlichen Ghufrans Geschichte, zusammengefasst von der Plattform Willkommenskultur in Mureck.

Ghufran ist gerade mal neunzehn. Trotzdem hat sie es vom Irak ganz alleine über die Balkanroute bis nach Österreich geschafft. Seit Ende Dezember 2015 lebt sie in einer kleinen südsteirischen Gemeinde, wo sich viele Jugendlichen in ihrem Alter wahrscheinlich fadisieren würden. Nicht so Ghufran. Sie hatte Glück.

Eine engagierte Direktorin startete in der örtlichen Berufsbildenden Höheren Schule eine Übergangsklasse für jugendliche Schutzsuchende aus den umliegenden Gemeinden. Schul- und vor allem Sprachunterricht, an dem die herzliche junge Frau mit dem liebevollen Lächeln mit großer Begeisterung teilnimmt. „Anfangs gab es gewisse Berührungsängste mit den regulären SchülerInnen“, schildert die Französischprofessorin, „aber wir haben den Jugendlichen einfach Zeit gelassen. Das wird schon…“ Und es wurde… Ghufran verständigt sich nach fünf Monaten Schulbesuch locker auf Deutsch und fand in der Schule nicht nur FreundInnen, sondern auch ihre große Liebe.

Luca ist Südsteirer. Schüler, wie Ghufran. Ein überlegter und freundlicher junger Mensch, der einfach nicht begreifen kann, dass seine Freundin nun nach Zagreb verbannt werden soll, wie ihr vor drei Wochen per Bescheid mitgeteilt wurde. In Österreich bestünde „kein Privat- und Familienleben“. Bei ihrer Einvernahme in Traiskirchen, so Ghufran, zu der sogar ihre Lehrerin, die sie sehr ins Herz geschlossen hat, persönlich mitgekommen sei, hätte sie natürlich auch von Luca erzählt, aber die Referentin habe sie dabei nicht einmal angesehen.

Luca versteht die Welt nicht mehr: „Sie ist eine der wichtigsten Personen in meinem Leben. Sie ist ein wichtiger Teil unserer Familie und unseres Lebens geworden und dann soll sie einfach so wieder in eine anderes Land wo sie niemanden kennt, die Sprache nicht versteht und wenig Perspektiven auf ein Zukunft hat? Das ist für mich einfach nicht in Ordnung.“

Lucas Mutter Waltraud ist entsetzt, dass das „tolle Mädchen“, das zu einem Teil der Familie geworden ist, nun bei den Behördenterminen einfach so abgefertigt wird. „Dieses Mädchen hat hier ein neues Leben angefangen, sie lernt Deutsch, ist gut in die Schule integriert und hat meinen Sohn als ihren Freund, und hat uns als Familie. All das sind Dinge, die ein junger Mensch braucht, um aus sich etwas zu machen. Diese Dinge wurden bis jetzt nicht anerkannt, es wird ihr einfach weggenommen. Es wird ihr erneut ein unschlagbares Leid zugefügt und auch uns. Wer kann solche Entscheidungen verantworten?“

Die Plattform Willkommenskultur ruft zu einer Mahnwache am Sonntag, 6. November um 17:30 Uhr vor der HLW/BFW Mureck (Süßenberger Straße 27, 8480 Mureck) auf. Ghufran befindet sich derzeit in Schubhaft in der Rößauer Lände. Sie soll am Montag, 7. November über den Flughafen Schwechat abgeschoben werden.

Foto- und Videokampagne: #LetThemStay! #LasstSieBleiben!

20161021_lasstsiebleibenIn ganz Österreich wehren sich Menschen gegen die unmenschliche und hinterlistige Abschiebepraxis der Behörden und der Regierung. Wir wollen die vielen engagierten Menschen, Betroffene und Initiativen sichtbar machen. Schicke uns dein Foto, deiner Gruppe oder erstelle einen kurzen Videobeitrag. Erzähle uns, warum du dich gegen Abschiebungen stellst.

Druck dir das Schild aus und sende uns deinen Beitrag auf office@menschliche-asylpolitik.at. Wir sammeln die Fotos auf Flickr und Facebook und Videos auf Youtube.

#LetThemStay als PDF
#LetThemStay als PDF
#LetThemStay als PDF
#LetThemStay als PDF

Die Integrationsbemühungen von geflüchteten Menschen und das Engagement von Einzelpersonen, Gemeinden, Pfarren, Schulen, Nachbarschaftsinitiativen, Sportvereinen und NGOs dürfen nicht umsonst sein! Die Menschen sind hier angekommen, wir haben sie aufgenommen. Wir haben das Recht auf ein gemeinsames Leben mit ihnen!

#LetThemStay! #LasstSieBleiben!

Mahnwache gegen Abschiebung in Groß-Enzersdorf

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Anlass für eine spontane Mahnwache am 29. Oktober in Groß-Enzersdorf  war die Abschiebung eines jungen Paares mitsamt Baby in den frühen Morgenstunden des Tages. Der kleine Khaled und seine Eltern Hanadi (22 Jahre)  und Walid (30 Jahre) wurden den grundanständigen Menschen aus ihrer Mitte gerissen. Wütende und traurige Menschen wollen die palästinensische Familie zurück.

Im Stadtpark versammelte sich eine bunte Gruppe von Menschen aller Altersklassen in und um Groß-Enzersdorf mit Kerzen und selbst gestalteten Schildern. Eine von ihnen ist Susanna Anton aus Essling. Sie ist eine Patin der Familie. Die Rentnerin erzählt mit Tränen in den Augen: „Ich habe mit dem Kleinen, den sie auf der Flucht bekamen, Arztbesuche gemacht und Ausflüge. Die Familie hat Deutsch gelernt und war bestens integriert. Die Mutter hatte eine einzige schöne Tasche auf der Flucht mitgehabt, die ich bewundert habe. Gestern hat sie mir die Tasche wortlos übergeben, als Abschiedsgeschenk. Ich bin sonst still, aber jetzt nicht mehr. Wenn wir jetzt nichts tun und Unrecht zulassen, wäre das ein großer Fehler.“

Gaby Mühlbauer ist geschockt, aber kämpferisch: „Ich bin die Betreuerin von Walid und Hanadi Khaled. Vor etwa einem Jahr haben wir sie in der Not aus einer schlechten Unterkunft, die geschlossen wurde, mitgenommen. Es gab keine Probleme in Groß-Enzersdorf.  Heute ist die Polizei gekommen, hat sie einfach weggenommen. Wir haben sie jetzt im Anhaltezentrum Simmering besucht. Wir fahren am Montag nach Kroatien, wo die Familie hin abgeschoben wird. Wir kämpfen weiter und haben mit  Dr. Schmaus einen tollen Anwalt als Stütze.“

20161029_gross-enzersdorf-mahnwache2Ihr Ehemann Gerhard ist von der unmenschlichen Politik entsetzt: „Es ist das Traurigste überhaupt, dass wir von der gesamten Politik allein gelassen wurden. Was gestern noch zählte, gilt heute nichts mehr. Es ist eine Schande.“ Die Familie hat die Flucht über das Meer, die Winterkälte und das Elend der Balkanroute überlebt und dennoch voller Hoffnung und Vertrauen in Österreich einen neuen Start gewagt. Sie hatten hier in der Gemeinde Fuß gefasst und viele Freunde gefunden. Die beiden lernten fleißig, waren immer höflich und hilfsbereit.

Margit Huber steht mit zwei jungen Flüchtlingen bei der Mahnwache. Sie erzählt: „Wir vermissen unsere Freunde. Sie sind mehr als Freunde. Familie sind sie geworden in dieser langen Zeit. Aber wir kämpfen für Walid  Abutair und Hanadi Khaled weiter und wir denken an sie. Danke allen, die so spontan hergekommen sind! Es tut so gut, dass ihr da wart.“ Die Plattform „Willkommen in Groß Enzersdorf“  hat viele Engagierte. Der Kampf um Menschlichkeit geht weiter und die Menschen der Mahnwache treffen wir spätestens am 26. November beim Großprotest #LasstSieBleiben.

Hier geht es zur Online-Petition und zur Großdemonstration! Und hier zur Stellungnahme der Plattform und den dokumentierten Fällen!

 

Frau nach Kroatien abgeschoben, obwohl sie nie dort war!

Symbolfoto: Intensivtäteraggressor (Flickr) / CC BY-NC-ND 2.0
Symbolfoto: Intensivtäteraggressor (Flickr) / CC BY-NC-ND 2.0

Herr M und Frau N (die beiden möchten unerkannt bleiben) wurden am 27. Oktober frühmorgens nach Kroatien abgeschoben. Dies ist insofern erstaunlich, da Frau N niemals zuvor in Kroatien war.

Das Ehepaar floh gemeinsam aus dem Iran, wurde dann aber in Mazedonien getrennt. Während Herr M über die Balkanroute bis nach Österreich kam, wurde Frau N nach Griechenland zurückgeschickt. Von dort konnte ein Monat später ein Flug nach Italien organisiert werden, und so reiste Frau N eben über Italien, und nicht über Kroatien nach Österreich ein.

Dennoch wurde sie nun gemeinsam mit ihrem Mann nach Kroatien abgeschoben, offenbar mit dem Argument, dass Ihr Mann gehen muss und somit auch sie. Zwei Tage der Abschiebung wurden die beiden um 8 Uhr früh aus ihrem Camp in der Steiermark abgeholt. Dem folgten zwei Tage Schubhaft in Wien. Ein Kontakt zur Außenwelt war während der Schubhaft nicht möglich, da den beiden die Mobiltelefone abgenommen wurden.

Am Tag der Abschiebung wurden die beiden vom Schubhaftzentrum von vier Polizisten zum Flughafen gebracht. Bei dem Flug handelte es sich um einen regulären Linienflug, wobei die abzuschiebenden Flüchtlinge an diesem Tag offenbar auf zwei Flüge aufgeteilt wurden.

Vor den „normalen“ Passagieren musste das Ehepaar zuerst seine Plätze im Flugzeug einnehmen, begleitet von den vier Polizisten, die bis nach Kroatien mitflogen. Offenbar wird also jeder einzelne Flüchtling von 2 Polizisten bei der Abschiebung begleitet. In Kroatien angekommen, durfte das Ehepaar erst nach den normalen Passagieren aussteigen. Von dort wurden sie in das Kroatische Flüchtlingslager in Zagreb gebracht.

Hier geht es zur Online-Petition und zur Großdemonstration! Und hier zur Stellungnahme der Plattform und den dokumentierten Fällen!

Hainfeld: Abschiebung nach Ungarn droht trotz Integrationsfortschritten

Mohammad arbeitet ehrenamtlich im Comedor del Arte, einem Gestaltungs- und Begegnungsraum für Hiesige und Zuagroaste in Hainfeld. Franz Witzmann bangt nun um seinen Freund, dem die Abschiebung nach Ungarn droht.

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Seit Anfang Juni kenne ich Mohammad Hassan Ali und beinahe ebenso lange ist er als ehrenamtlich Aktiver regelmäßig im Comedor del Arte tätig. Bei den Kindernachmittagen ist er uns eine große Hilfe und er ist bei den Kindern sehr beliebt. Bei Veranstaltungen ist er immer wieder hilfreich zur Hand, sei es mit fotografieren, filmen, Kinderbetreuung aber auch mit manuellen Arbeiten in unserem Begegnungsraum. Durch die Vorführung seines Films, durch seinen Auftritt als Pantomime und durch Medienberichte ist er und seine Geschichte auch bereits einer größeren Öffentlichkeit bekannt.

Vor einigen Tagen ist Mohammad zu mir gekommen und hat mir den Bescheid der Fremdenpolizei lesen lassen, in dem steht, dass er nach Ungarn zurückkehren soll. Er ist voller Angst und Unsicherheit, da er selbst sehr negative Erfahrungen in Ungarn hatte. Ich weiß auch aus persönlichen Fahrten zu den verschiedenen „Hotspots“ in unserem Nachbarland um die Zustände in den dortigen Lagern und kann seine Ängste sehr gut nachvollziehen.

Ich habe daher seine Aktivitäten für den Comedor del Arte, die auch mit vielen Fotos belegbar sind, in einem Dokument zusammengefasst. Dieser Brief soll seine Integrationsfortschritte auch für die entscheidenden Behörden sichtbar und nachvollziehbar machen. Außerdem habe ich Menschen, die Mohammad persönlich kennen, gebeten, mit ihrer Unterschrift diesem Schreiben noch mehr Gewicht zu geben.

Alles Liebe, Franz Witzmann

Die gesamte Dokumentation kann hier (Unterstützungserklärung) eingesehen werden.

دعوهم هنا , دعونا نبقى , مظاهرة ضد الترحيل

Arabic | Deutsch | Farsi

Material:

  السبت 26 نوفمبر    UHR 14:00

                                                       Westbahnhof, Christian-Broda-Platz

Arabic: Flyer (Farbe), Flyer (SW), A4-Flyer-Vorlage (SW), A2-Plakat (SW)

لا للترحيل دبلن!

نحن نشعر بالغضب بأن الحكومة ترحل الناس بشكل متكامل لكرواتيا! حيث أن العديد من المجتمعات والأناس الذين رافقهم اللاجئين واندمجو معهم لاتريد ذلك

 منذ العام الماضي عملوا علي اندماجهم في النمسا.وكان الاتفاق
في الشتاء الماضي علىطريق البلقانالى النمسا. لقد قبلت السلطات دخولهم واستقبالهم. الآن تشير وزارة الداخلية المتهالكة علىاتفاقية دبلن، التي تنص على تلك البلاد الاتحاد الأوروبي هو المسؤول عن إجراءات اللجوء،

  1. نحن نطالب أن النمسا قد أعلنت المسؤولية عن طلبات اللجوء المقدمة هنا! حق العودة لأولئك الذين تم ترحيلهم، اوالحق في إعادة النظر في قبول إجراءات اللجوء بالنسبة لأولئك الذين ذهبوا إلى الاختباء خوفا من الشرطة!
  2. نطالب الحكومة أن تتخذ حقوق الإنسان الضعيفة على محمل الجد، وتحميه. و أيضا الحق في الحياة الأسرية، حقوق الطفولة، الشباب، اللإتطلاع إلى المستقبل!

لا للاتفاقات إعادة الرجوع لأفغانستان!

 

فيقلعة أوروباتشترط على افغانستان قبول العوده. أفغانستان لا تتلقى مساعدات الاتحاد الأوروبي إلا إذا كان يضمن إعادة طالبي اللجوء. 80،000 لاجئ أفغاني يجب ترحيله من الاتحاد الأوروبي. بالنسبة لهم، فإن العودة القسرية الى البلد الذي مزقته الحرب ستكون محفوفة بالمخاطر.

بعد الهجمات المدمرة في قندوز حاليا حوالي 24،000 شخص فارين. في يوليو و86 شخصا قتلوا في مظاهرة سلمية في كابول  في انفجار قنبلة و 300 آخر بجروح.

ونحن ندعو للاجئين من أفغانستان ومن هم ليسوا في امان الوضع الدائم غير مؤكد بلدان أخرى اللجوء والحق في لم شمل الأسرة!

لا لقانون الطوارئ

في الداخل الاوروبي

، النمسا علي سبيل المثال . أنظمة الطوارئتجعل من „السقفالتعسفي يقلب إلى حد كبير في القوانين الدوليه التي تكرس حق اللجوءوهذا له ما يبرره من حجج مشكوك فيها وحيث يبسط يدالنظام العام“ و „الأمن الداخلي

. ونحن ندعو إلى احترام حق اللجوء وحقوق الإنسان!

 محاولات دمج النازحين والتزام الأفراد والمجتمعات والرعايا والمدارس والجمعيات المحلية والنوادي الرياضية والمنظمات غير الحكومية لا يجوز انهاؤها

          يكون الأمر خلاف ذلك! وقد وصلت الناس هنا، ونحن قد اندمحنا فيهم. ولدينا الحق في العيش معهم!