Archiv für den Monat: September 2018

SicherSein-Mahnwache in Wien am 8. Oktober

Montag, 8. Oktober, 17:00 Uhr
Minoritenplatz, Innenministerium
Veranstaltung auf Facebook

Wir wollen mit der Mahnwache ein Zeichen setzen, dass uns die Sicherheit der Menschen, die nach Österreich geflüchtet sind, wichtig ist.

Wir zeigen, dass wir es uns nicht nehmen lassen, in den Menschen, die gekommen sind, weiterhin Menschen zu sehen, zu denen wir vielfach Beziehungen aufgebaut haben.

Und wir wollen die Politik ermahnen, verantwortungsvoll mit dem Schicksal von Menschen umzugehen und niemanden in ein unsicheres Gebiet zu schicken.

#WirSindMehr #SicherSein

++++ Das ist geplant ++++

Es werden auf der Mahnwache Pat*innen von Geflüchteten sprechen, die seit vielen Monaten ein Stück des Lebens mit geflüchteten Menschen gemeinsam gehen und sich große Sorgen machen, angesichts einer Politik, die mehr und mehr auf Menschenabwehr, Entmenschlichung und Abschiebung ausgerichtet ist.

++++ Mehr erfahren ++++

Die Mahnwache findet im Zuge der #SicherSein-Aktionswoche statt (mehr Infos zur Aktionswoche: https://www.sichersein.at/ich-bin-mir-sicher/sichersein-aktionswoche)

Die Mahnwache findet in Kooperation mit der Plattform für eine menschliche Flüchtlingspolitik statt.

++++ Wer steht hinter #SicherSein? ++++

#SicherSein wurde initiiert von: asylkoordination österreich, Alpine Peace Crossing, Diakonie, Don Bosco Flüchtlingshilfswerk, Integrationshaus und SOS Mitmensch und Volkshilfe.

Die Initiative wird unterstützt von: Amnesty International, Rotes Kreuz, Samariterbund, SOS Kinderdorf und VIDC.

Und mitgetragen von: Ärzte ohne Grenzen, Gesellschaft für bedrohte Völker, Kinderfreunde, Flüchtlingsprojekt Ute Bock, Plattform Asyl für Menschenrechte, OMAS GEGEN RECHTS, SOS Menschenrechte, Play Together Now, Flucht Punkt Ländle, Flucht Punkt, Bleiberecht Salzburg.

Im Gespräch mit Ilija Trojanow: Muss Flüchtlingshilfe politisch sei?

Freitag, 5. Oktober 2018, 18:00 Uhr
Café und Restaurant Noosh 
Zieglergasse 29, 1070 Wien
Veranstaltung auf Facebook

Seit der sogenannten „Flüchtlingskrise“ 2015 haben sich Hunderttausende Menschen in Österreich in der einen oder anderen Weise in der Flüchtlingshilfe engagiert. In einer SORA-Umfrage gaben alleine 60% der Wienerinnen und Wiener an, schon einmal für Flüchtlinge gespendet zu haben.

Die Plattform für eine menschliche Asylpolitik hat sich 2015 gegründet, um den vielen Solidarischen, den Geflüchteten und ihren Initiativen eine politische Stimme zu geben und zugleich eine Bewegung zu formieren, die das System grundsätzlich verändern kann – damit die Hilfe selbst irgendwann überflüssig wird.

Genau das ist das Thema des neuen Buchs von Ilija Trojanow und Thomas Gebauer: „Hilfe? Hilfe! Wege aus der globalen Krise“. Die Grüne Bildungswerkstatt Wien lädt in Zusammenarbeit mit der Plattform für eine menschliche Asylpolitik am Freitag, 5. Oktober 2018, zum Gespräch mit Trojanow, der sein ganzes Leben und Werk dem Konflikt zwischen Grenzen und Freiheit gewidmet und stets für die Notwendigkeit, für eine bessere Welt aufzustehen, plädiert hat.

Anschließend gemütlicher Ausklang & Buffet!

Programm und Ablauf der Flüchtlingsdemo am 13. September 2018

PROGRAMM UND ABLAUF 🏳️‍🌈🥁🎺
Demo gegen die EU-Flüchtlingskonferenz in Wien
Baut Brücken, nicht Mauern! #BautBrücken#WirSindMehr

Donnertag, 13. September, 18:00 Uhr
Wien, U1/U1 Praterstern
Event auf Facebook

AUFTAKTKUNDGEBUNG
18:00 Uhr, Praterstern
► Erich Fenninger: Direktor der Volkshilfe Österreich, stv. Sprecher der Plattform für eine menschliche Asylpolitik
► Henrie Dennis: Afro Rainbow Austria
► Abdulhamid Kwieder: Menschenrechtsaktivist, Syrien; und Fahim Baraki: Refugees For Refugees, Afghanistan
► Marcus Bachmann: Ärzte ohne Grenzen / Médecins Sans Frontières (MSF)
► Nelson Carr und Soma Ahmad: #aufstehn

REICHSBRÜCKE: Aufspannen des 50 Meter großen Banners „Baut Brücken, nicht Mauern!“ und Singen der Hymne der Bürgerrechtsbewegung „We shall overcome“

SCHLUSSKUNDGEBUNG
20:00 Uhr, Wagramerstraße 8
► Kid Pex (Musik)
► Faika El-Nagashi: Menschenrechtssprecherin und Landtagsabgeordnete, Die Grünen Wien; undMireille Ngosso: stv. Bezirksvorsteherin 1. Bezirk,SPÖ Wien

Pressekonferenz mit Grüne und Volkshilfe: „Baut Brücken, nicht Mauern!“ (10.9.2018)

von links nach rechts: Erich Fenninger (Direktor der Volkshilfe Österreich), David Albrich (Koordinator der Plattform für eine menschliche Asylpolitik) und Faika El-Nagashi (Menschenrechtssprecherin und Landtagsabgeordnete für die Grünen Wien)

 

Die Plattform für eine menschliche Asylpolitik hat am Vormittag, 10. September im Wiener Café Stein zur Pressekonferenz geladen und die kommenden Proteste am 13. September gegen die EU-Flüchtlingskonferenz und am 15. September die grenzüberschreitende Demonstration in Passau vorgestellt.

Die Bilder in Chemnitz, die Jagd auf ausländisch aussehende Menschen, haben alle schockiert. David Albrich, Koordinator der Plattform für eine menschliche Asylpolitik, bezeichnete eingangs die Innenminister Horst Seehofer, Herbert Kickl und Matteo Salvini als die „geistigen Väter des Rassismus und rechtsextremen Mobs“. Diese Innenminister treffen sich am 13. und 14. September in Wien, um die Abschottungspolitik noch weiter voranzutreiben.

Aufgrund dieser rassistischen Asylpolitik sind heuer bereits über 1.500 Menschen im Mittelmeer ertrunken.  Seit Salvini NGO-Schiffe am Aus- und Einlaufen in italienischen Häfen hindert, ist die Todesrate im Mittelmeer dramatisch gestiegen. Auf der Demonstration am Donnerstag, 13. September (Treffpunkt 18:00 Uhr am Praterstern) wird deshalb auf der Reichsbrücke ein 50 Meter langes Transparent „Baut Brücken, nicht Mauern!“ entrollt.

 

Faika El-Nagashi, Menschenrechtssprecherin und Landtagsabgeordnete der Wiener Grünen, forderte: „Wir möchten darauf zurück kommen, Menschenrechte wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Das bedeutet Fluchtursachen bekämpfen und nicht die Flüchtenden.“ Waffenlieferungen, Freihandelsabkommen und auch die Klimakatastrophe sind mitunter solche Fluchtursachen.

Auch auf der grenzüberschreitenden Demonstration am Samstag, 15. September in Passau steht das Brückenbauen im Zentrum. Geplant sind zwei Demozüge, aus Österreich und Deutschland, die sich in Passau zu einem Protest gegen die rassistische Asylpolitik von ÖVP, FPÖ, CDU und CSU vereinigen. Die Plattform für eine menschliche Asylpolitik organisiert hierfür einen Bus aus Wien über Linz nach Passau.

„Wir leben in einer sehr gefährlichen Zeit, die in einer erschreckenden Art und Weise an die 1930er-Jahre erinnert. Es werden bewusst und ohne Scham Menschen mit Ressentiments bedacht“, sagte Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe. „Ich bin auch davon überzeugt, dass es noch die Mehrheit ist, die Empathie hat. Wir sind mehr. Wenn Menschen wie in Chemnitz wieder verfolgt werden,  dann müssen wir in Europa gemeinsam aufstehen.“

Donnerstag, 13. September, 18:00 Uhr, Praterstern
Demonstration gegen die EU-Flüchtlingskonferenz „Baut Brücken, nicht Mauern!“
https://www.facebook.com/events/2051036915225468/

Samstag, 15. September, 14:00 Uhr Passau und Gattern
Grenzüberschreitende Demonstration „Öffnet die Grenzen, schließt die Lager!“
Bus aus Wien über Linz, Anmeldungen unter passau.grenzenlos@gmail.com (Abfahrt um 8:30 Uhr vom Wiener Westbahnhof, in Linz um 11:00 Uhr am Hauptbahnhof)
https://www.facebook.com/events/251164275516246/