Corona-Sicherheitskonzept: Masken rauf, Grenzen runter!


Wir können während einer Pandemie nicht auf Mobilisierungen auf der Straße verzichten. Im Gegenteil, vor allem geflüchtete, ärmere und rassistisch diskriminierte Menschen sind von Pandemien besonders betroffen.

Wir nehmen die Situation sehr ernst und wollen allen Teilnehmenden auf unseren Protesten die größtmögliche gesundheitliche Sicherheit gewährleisten. Wir haben eine gesellschaftliche Verantwortung gegenüber Risikogruppen.

Wir haben deswegen einige wichtige Antworten auf Fragen zum Umgang mit der Corona-Pandemie auf unseren Protesten erarbeitet:

  • Fallen politische Kundgebungen und Demonstrationen unter die Einschränkungen der Corona-Maßnahmenverordnung des Gesundheitsministeriums? Nein. Politische Versammlungen sind in Österreich durch die Verfassung besonders geschützt und sind von der aktuellen COVID19-Maßnahmenverordnung ausgenommen (siehe §11 (11) 3). Politische Versammlungen unterliegen daher auch keiner Begrenzung der Teilnehmendenzahl.
  • Wie hoch ist das Risiko von Ansteckungen im Freien? Es gibt überhaupt keinen nachverfolgbaren Beleg für eine Ansteckung im Freien und schon gar nicht für die Bildung eines Cluster im Freien. Franz Allerberger, Infektionsmediziner der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) schätzt das Übertragungsrisiko im Freien, selbst unter Anwesenheit anderer Menschen, als „sehr, sehr gering“ ein.
  • Muss ich auf den Protesten Mund-Nasen-Schutz (MNS) tragen? Ja. Auch trotz des geringen Ansteckungsrisikos ist das Tragen eines MNS und Abstandhalten (Empfehlung 1,5 Meter) auf unseren Demos verpflichtend. Ausnahmen bilden nur jene Menschen, die ein ärztliches Attest vorweisen können, dass sie aus gesundheitlichen Gründen vom Tragen eines MNS ausgenommen sind, sowie Kinder von 0 bis 6 Jahren (siehe dazu auch Punkt weiter unten zu Kindern und Kleinkindern). Unsere Ordner_innen werden auf diese Verpflichtung mit Nachdruck hinweisen.
  • Ich gehöre zur Risikogruppe. Kann ich auf trotzdem auf den Protest? Ja, es ist möglich, aber nicht ratsam. Wenn du unbedingt teilnehmen möchtest, empfehlen wir dir, möglichst nicht in die Nähe von dichteren Menschengruppen zu kommen und auf Demonstrationen eher weiter hinten zu gehen, wo die Abstände leichter einzuhalten sind.
  • Ich möchte mit meinen Kindern auf die Demonstration kommen. Auf was muss ich achten? Die Teilnahme mit Kindern und Kleinkindern ist selbstverständlich möglich und auf unseren Protesten grundsätzlich erwünscht. Anders als bei Mumps, Masern und Röteln spielen Kinder bei der Übertragung des Coronavirus laut der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) nur eine untergeordnete Rolle. Kleinkinder unter einem Jahr sollten laut Gesundheitsministerium keinen Mund-Nasen-Schutz tragen, da ihre Gesundheit durch Atemprobleme gefährdet werden könnte. Kinder über einem Jahr bis sechs Jahren sind nicht verpflichtet einen MNS zu tragen, es wird allerdings empfohlen (aber auch nur, wenn sie ihn tolerieren und bereits daran gewöhnt sind).
  • Was tut ihr, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren? Wir sprechen vorab mit den Behörden und melden möglichst große Plätze und Straßen für unsere Versammlungen an, um die Abstände gut einhalten zu können. Wir organisieren viele Ordner_innen, um die Verpflichtungen (Tragen von MNS und Abstandhalten) auch durchsetzen zu können. Wir stellen auf unseren Protesten Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel bereit. Wir weisen bereits im Vorfeld und am Protest selbst über unsere Bühnen und Demowägen regelmäßig auf unsere Corona-Schutzmaßnahmen hin.

Somit sollte einem sicheren Gang auf unsere Proteste nichts mehr im Wege stehen! Bei Fragen könnt ihr euch gerne an uns wenden office@menschliche-asylpolitik.at oder telefonisch unter 0681 2085 8466.

Zusammenfassung unserer Corona-Sicherheitsmaßnahmen:

  • Verpflichtendes Tragen von Mund-Nasen-Schutz (MNS), Ausnahme bilden nur Menschen mit ärztlichen Attesten, die vom Tragen aus gesundheitlichen Gründen ausgenommen sind, und Kinder zwischen 0 und 6 Jahren. Für Kinder von 1 bis 6 Jahren wird das Tragen empfohlen, wenn sie daran gewöhnt sind.
  • Empfohlener Mindestabstand zwischen den Teilnehmenden 1,5 Meter
  • Menschen aus Risikogruppen wird empfohlen, dichtere Menschengruppen zu vermeiden, weiter hinten zu gehen oder zuhause zu bleiben.
  • Organisation eines Ordner_innen-Teams in entsprechender Zahl, um die Sicherheitsmaßnahmen durchsetzen zu können, und nachdrückliche Hinweise auf unser Corona-Sicherheitskonzept im Vorfeld und am Protest selbst durch Ordner_innen und Moderationen.

Masken rauf, Grenzen runter!