VOICES FOR REFUGEES: Großdemo und Filmscreening #WirHabenPlatz

Samstag, 3. Oktober 2020
🙋🏾🙋🏼 14:00 Uhr, Karlsplatz: Großdemo
🎞️
🎥 17:00 Uhr, Heldenplatz: Filmscreening VOICES FOR REFUGEES

▬ 5 Jahre Zivilgesellschaft feiern! 🙌🏽

2015 war das Jahr der Solidarität und Menschlichkeit! Ein Jahr, in dem wir Geschichte geschrieben haben. Gemeinsam mit hunderttausenden Menschen, Helfer_innen und Geflüchteten, sind wir für Miteinander und Respekt aufgestanden.

Wir, die Zivilgesellschaft, haben Spenden gesammelt, auf den Bahnhöfen geholfen, bei der Versorgung und Unterbringung von Geflüchteten zusammen gearbeitet, auf den Straßen demonstriert. Mit 200.000 Menschen erhoben wir am 3. Oktober 2015 am Protest der Plattform für eine menschliche Asylpolitik und dem Konzert VOICES FOR REFUGEES der Volkshilfe Österreich unsere Stimmen. Künstler_innen wie Die Toten Hosen, Bilderbuch, Zucchero, Conchita und Konstantin Wecker riefen auf dem Wiener Heldenplatz laut und deutlich: Refugees are welcome here!

Wir wollen am Jahrestag dieses Protests, am 3. Oktober 2020, die Solidarität mit einer Großdemonstration vom Karlsplatz und einem Filmscreening von den besten Momenten des Konzerts VOICES FOR REFUGEES am Heldenplatz feiern.

▬ Nicht unser Europa! 🔥

Wieder braucht es unser Engagement und unseren Aktivismus!

Die Menschen im griechischen Flüchtlingslager Moria haben bereits einmal alles verloren. Während der Corona-Pandemie wurden sie von den Regierungen völlig im Stich gelassen. Nun stehen sie nach den Bränden vor dem absoluten Nichts.

Wir sind schockiert über den Zynismus, den die offizielle europäische Politik diesen Menschen entgegenbringt. Besonders menschenverachtend ist die Haltung des österreichischen Kanzlers. Wir sind entsetzt über „die hässlichen Bilder“, über die Abschiebungen unserer Freund_innen in Kriegsgebiete wie Afghanistan, über die Gewalt gegen schutzsuchende Menschen an den EU-Außengrenzen und den Binnengrenzen wie am Balkan.

Global müssen immer mehr Menschen fliehen. Laut UNHCR sind weltweit bereits 80 Millionen Menschen auf der Flucht. Der Abbau von Menschenrechten, Kriege, die Zerstörung des Klimas und der Lebensgrundlagen bedrohen unser aller Zukunft. Wann, wenn nicht jetzt, ist die Zeit aufzustehen.

▬ Wir haben Platz! 🏠

Wir sind eines der reichsten Länder der Welt. Wir haben die Verpflichtung, Menschen in Not zu helfen. Unzählige Gemeinden, Städte und Pfarren haben sich längst bereit erklärt, Geflüchtete aufzunehmen. Wir, ein breiter Zusammenschluss aus der Zivilgesellschaft, NGOs, Flüchtlingsinitiativen und politischen Organisationen, sind bereit. Lasst uns am 3. Oktober 2020 ein mächtiges Zeichen der Solidarität setzen und unsere Stimme erheben.

▬ Großdemo 🙋🏾🙋🏼 14:00 Uhr, Karlsplatz  ▬

Um 14:00 Uhr lädt die Plattform für eine menschliche Asylpolitik zum Großprotest am Karlsplatz und Marsch für Asyl- und Menschenrechte ein. Die Demoroute führt über die griechische, kroatische und afghanische Botschaft zur Kundgebung auf den Heldenplatz.

▬ Filmscreening VOICES FOR REFUGEES 🎞️ 🎥  17:00 Uhr, Heldenplatz

Die Volkshilfe Österreich lässt ab 17:00 Uhr auf einer großen Videowall das Jahr der Solidarität wieder auferstehen und zeigt die besten Momente des Solidaritätskonzertes für ein menschliches Europa VOICES FOR REFUGEES mit den Toten Hosen, Bilderbuch, Zucchero, Conchita und Konstantin Wecker. Prominente und Geflüchtete werden auf einer Bühne ebenso wieder zu Wort kommen.

Das vollständige Programm und die Sprecher_innen folgen in Kürze!

▬  Corona-Schutzmaßnahmen 😷

Wir nehmen die empfohlenen Abstands- und Hygienemaßnahmen gegen COVID-19 sehr ernst. Wir ersuchen alle Teilnehmenden, die Abstandsregeln einzuhalten und Mund-Nasen-Schutz mitzubringen und zu tragen. Wir werden zusätzliche Masken und Desinfektionsmittel bereitstellen.

Fotos © Daniel Weber, Johannes Zinner

Route

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Liste folgt!

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A6-Postkarte

A2-Plakat

EU-Grenzregime: 43 Flüchtlinge in LKW nur knapp Tragödie entgangen

Beinahe hätte das EU-Grenzregime letzten Mittwoch, 9. September, für eine weitere Katastrophe gesorgt.

43 Menschen versuchten in einem LKW die europäischen Binnengrenzen zu überwinden. Bei der Autobahnabfahrt in Bruck an der Leitha West wurde der Lastwagen schließlich abgestellt und von der Polizei aufgefunden. Der Kühl-Anhänger, in dem sich die Schutzsuchenden versteckten, war nicht belüftet, viele waren laut Berichten zufolge bereits ohnmächtig geworden. Ein Ohnmächtiger wäre, als man ihn durch eine Luke im Boden ins Freie bringen wollte, beinahe überfahren worden.

Die Regierenden haben ihre unmenschliche Politik nach dem Tod von 71 Flüchtlingen in einem Kühllaster bei Parndorf im August 2015 nicht geändert, sondern verschärft. Anstatt Hilfe zu erhalten, wurden die Menschen in Bruck zunächst sogar von mehreren Polizeistreifen und einem Hubschrauber gejagt. 38 Menschen wurden verhaftet, fünf sind entkommen. Eine ganze Woche lang hat das Innenministerium, offenbar wegen den dramatischen Ereignissen in Moria, die Causa verheimlicht.

Die Beinahe-Tragödie geht auf das Konto der mörderischen Abschottungspolitik und dem „Kampf gegen Schlepper“. Verantwortlich sind ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz und Innenminister Karl Nehammer, die mit ihrer Politik der Militarisierung der „Festung Europa“ und dem Hochziehen der Grenzen Flüchtlinge dazu bringen, sich abermals in unfassbare Gefahr zu bringen.  

Wir fordern legale Fluchtwege und ein Bleiberecht für die 43 Flüchtlinge, die heute nur knapp dem Tod entgangen sind. Wir haben Platz, auch für die Menschen aus dem Elendslager Moria, und kämpfen dafür, dass die Menschen endlich in Sicherheit leben können. Dafür gehen wir am 3. Oktober wieder mit tausenden Menschen auf die Straße.

Foto: Screenshot ORF

Samstag, 3. Oktober 2020, 14:00 Uhr, Karlsplatz Wien: VOICES FOR REFUGEES – Großdemo und Filmscreening #WirHabenPlatz

Moria liegt in Asche – Evakuiert die Lager JETZT!

Samstag, 12. September 14:00 Uhr
Treffpunkt: Hauptbahnhof Wien

https://www.facebook.com/events/784831698932857

In Moria, auf der griechischen Insel Lesbos, leben mehr als 12.000 Geflüchtete in einem Lager, das für 3000 Personen errichtet wurde und nun in Schutt und Asche liegt. Auf engstem Raum, ohne ausreichend fließendem Wasser oder funktionierenden Sanitäranlagen, leben die Menschen zusammengepfercht. Die Menschen leben dort in Zelten, selbstzusammengeschusterten Behausungen, oder am nackten Boden. Unterversorgt mit Nahrung und Medizin werden die Hilferufe aus Moria seit Jahren von der EU ignoriert.

Seit letztem Jahr sehen sich die Menschen, die dort leben, und die hilfeleistenden NGOs immer wieder Angriffen von Faschisten konfrontiert. Gewalt geht aber auch von der Polizei vor Ort aus.

Die Situation eskaliert seit Jahren.
Aber anstatt das Lager zu evakuieren, reagieren die europäischen Regierungen mit Rassismus und Hetze. Statt echten Hilfeleistungen investieren sie Millionen in den militärischen Grenzschutz und Abschottungspolitik.

Nun steht das Lager in Flammen.
Die Menschen sind vollends obdachlos geworden, alles liegt in Asche. Jeder Tag ist gezeichnet von völliger Verzweiflung und Unterversorgung.
Die europäische Union ist dafür verantwortlich. Die EU muss endlich handeln.

Etliche Städte, Gemeinden und Pfarren in Österreich haben sich bereits solidarisch und zur Aufnahme von Geflüchteten bereit erklärt – darunter Wien und Innsbruck, das Pfarrnetzwerk
Asyl und die Initiative der Bürgermeister*innen mit Herz.
Aber immer noch verweigert die österreichische Regierung unter der Führung von Kurz und Nehammer die Aufnahme von Geflüchteten.

Wir gehen am Samstag auf die Straße. Das Ziel ist klar: Holt die Menschen aus dieser Hölle und evakuiert Lager wie Moria!
Geht mit uns am Samstag auf die Straße.
Wir treffen uns um 14:00 Uhr am Wiener Hauptbahnhof.
Vergesst nicht euren Mund-Nasen-Schutz.
Solidarität mit allen Geflüchteten!

KUNDGEBUNG #BLACKLIVESMATTER

Donnerstag, 4. Juni 2020, 17:00 Uhr
Treffpunkt: Platz der Menschenrechte (MQ)

https://www.facebook.com/events/925033237909444/

Aufruf von Afro Rainbow Austria, Mireille Ngosso & Plattform für eine menschliche Asylpolitik:

Rassismus und Polizeigewalt gegenüber People Of Color, insbesondere Black People Of Color sind keine Einzelfälle, wir sind täglich damit konfrontiert. Mit den Morden an George Floyd und Ahmaud Arbery wird uns gerade in den letzten Tagen wieder einmal vor Augen geführt, wie rassistisch und menschenverachtend die Polizei handelt.

Nicht nur in den USA, sondern auch in Österreich und anderen europäischen Ländern. Wir dürfen diese Morde nicht unkommentiert lassen.

In Österreich denken wir an die Gewalt gegen Marcus Omofuma, der von österreichischen Polizisten getötet wurde, indem sie ihm während einem Flug von Wien nach Sofia seinen Mund sowie Teile seiner Nase zugeklebten und er dadurch erstickte. Wir erinnern uns auch an Richard Ibekwe oder an das Video vom Rapper Tser.

Wir sehen, dass Polizeigewalt, Rassismus und racial profiling auch in Österreich an der Tagesordnung stehen. Zudem kommt, dass die politische Rechte und Boulevard-Medien Polizeigewalt verharmlosen, rechtfertigen und mit Notwehr gleichstellen.

Wir wehren uns bedingungslos gegen jegliche rassistische Mobilmachung und jegliches Wording, das meint, die Polizisten hätten aus „Notwehr“ gehandelt! Polizeigewalt gegen People Of Color existiert und wir stellen uns laut dagegen!

Komm am Donnerstag, den 04.06.2020 von 17 Uhr bis 20 Uhr, zur Kundgebung am Platz der Menschenrechte beim Marcus Omofuma Denkmal. Stehen wir gemeinsam und solidarisch gegen jede Form von Rassismus auf!
#blacklivesmatter #justiceforahmaud #justiceforgeorgefloyd #nojusticenopeace #solidaritätstattrassismus

Forderungsübergabe beim Parlament

Plattform-Aktivist_innen flyerten am 27.Mai 2020 vor der Parlamentssitzung für Asyl- & Menschenrechte und forderten von den Abgeordneten:

• Evakuierung der Flüchtlingslager und Hotspots an den EU-Außengrenzen und die Aufnahme von Geflüchteten in Österreich!
• Verurteilung und Unterbindung der rechtswidrigen Pushbacks und Menschenrechtsverletzungen entlang der Fluchtrouten!
• Unabhängige Rechtsberatung und faire Asylverfahren!
• Sofortige Umsetzung der europäische Grundrechtecharta!
• Leerstehende Unterkünfte statt Massenunterkünfte nutzen!
• Schubhaft und Deportationen stoppen!

#LeaveNoOneBehind #WirHabenPlatz
Besonders gefreut haben wir uns über die jungen Menschen von #FridaysForFuture dort!

Fotos von der Aktion!

Kommt zur Demo am Weltflüchtlingstag

Demo auf Facebook

Demonstration zum Weltflüchtlingstag – #LeaveNoOneBehind

Samstag, 20. Juni 2020, 14:00 Uhr
Treffpunkt: Karlsplatz
Abschluss: Heldenplatz

https://www.facebook.com/events/2572909476294958/

Bringt Tücher und Transparente und Schilder mit! Damit markieren wir den Mindestabstand von einem Meter zwischen uns. Und damit zeigen wir unsere Verbundenheit miteinander. Und machen unsere Forderungen und Statements sichtbar!

Solidarisch durch jede Krise!

Die Festung Europa ist dicht. Und das nicht erst seit Corona. Aber das Virus, seine Bekämpfung und der „Schutz der nationalen Gesundheit“ werden nun als Argumente für die völlige Abschottung und sogar die Aussetzung des Asylrechts herangezogen. Diesen Zustand versuchen Kurz & Co. unter dem Schlagwort der „neuen Normalität“ zu verankern.

Wir erinnern uns aber daran, dass bereits die alte „Normalität“ auf Ausbeutung und Ungerechtigkeit gebaut war. Wir wollen keine „neue Normalität” in einer Mehrklassengesellschaft, die Menschenrechtsverletzungen rechtfertigt.

Wir sind einander – auch mit Abstand – weiterhin solidarisch verbunden.

Die Lage in den griechischen Flüchtlingslagern ist eine Schande für Europa. Fast 40.000 Menschen leben dort unter unwürdigen Bedingungen. Hygienische Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen, eine ausreichende Gesundheitsversorgung, eine sichere Zukunftsperspektive – es fehlt an allem.

Geflüchtete Menschen sind besonders von der Gesundheitskrise betroffen, das zeigt deutlich die soziale Ungleichheit in unserer Gesellschaft. Deswegen erheben wir unsere Stimmen! Jedes Leben ist gleich viel wert. Jeder Mensch hat das Recht auf Gesundheit. Auf Sicherheit. Auf Zukunft.

Rund 1.600 Jugendliche will die Europäische Union aufnehmen. Doch mit der Evakuierung von Kindern ist das Problem nicht gelöst. 36 Prozent der Menschen in den Lagern sind minderjährig. 0 Prozent davon nimmt Österreich auf. Europa hilft kosmetisch mit, eine symbolische Geste. Unserer Regierung gelingt nicht einmal das.

Österreich hat sich zum Recht auf Asyl verpflichtet. Dieses Recht darf nicht ausgesetzt werden. Schutzsuchende dürfen – gerade in einer Krise – nicht allein gelassen werden. Und die Asylrechtsberatung muss wieder unabhängig werden.

Die Plattform für eine menschliche Asylpolitik lädt alle Solidarischen ein, gemeinsam mit uns für Asyl- und Menschenrechte auf die Strasse zu gehen! Wir lassen niemand zurück! #WirHabenPlatz

Mach mit! Fotoaktion #WirHabenPlatz

Günther Mitterecker von den SozialdemokratInnen und GewerkschafterInnen gegen Notstandspolitik hat per Video mit seiner Familie die mangelhafte Versorgung im Flüchtlingslager Moria veranschaulicht. Pro Person gibt es nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen einen halben Quadratmeter Platz zum Schlafen (70×70 cm). Laut Mission Lifeline wurde die Essensversorgung auf 1000 kcal/Tag und 1,5 Liter Wasser reduziert. Fordert auch ihr eine sofortige Evakuierung der Camps und ruft auch die österreichische Bundesregierung auf, Geflüchtete aufzunehmen! Sendet uns Fotos mit den Hashtags #WirHabenPlatz #LeaveNoOneBehind

Petros Constantinou (KEERFA) über griechische Flüchtlingslager
Fiona Herzog sprach für die Plattform für eine menschliche Asylpolitik mit Petros Constantinou, dem Koordinator des griechischen Bündnisses KEERFA (Bewegung gegen Rassismus und die faschistische Bedrohung) über die aktuelle Situation in den griechischen Flüchtlingslagern, die COVID-19-Pandemie und Möglichkeiten, eine Katastrophe abzuwenden. Das Video zum Nachsehen:

Mach mit! Fotoaktion #WirHabenPlatz

Lisa Sander von PatInnen für alle hat die mangelhafte Versorgung im Flüchtlingslager Moria veranschaulicht. Pro Person gibt es nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen einen halben Quadratmeter Platz zum Schlafen (70×70 cm). Laut Mission Lifeline wurde die Essensversorgung auf 1000 kcal/Tag und 1,5 Liter Wasser reduziert. Fordert auch ihr eine sofortige Evakuierung der Camps und ruft auch die österreichische Bundesregierung auf, Geflüchtete aufzunehmen! Sendet uns Fotos mit den Hashtags #WirHabenPlatz #LeaveNoOneBehind

Livestream: Situationsbericht Moria mit griechischem Flüchtlingsaktivisten

Livestream am Mittwoch, 15. April ab 18:30 Uhr:

  • Facebook: folgt!
  • Youtube: https://youtu.be/CjzbCTICGhc

Wir sprechen mit Petros Constantinou, dem Koordinator des griechischen Bündnisses KEERFA (Bewegung gegen Rassismus und die faschistische Bedrohung) über die aktuelle Situation in den griechischen Flüchtlingslagern, die COVID-19-Pandemie und Möglichkeiten, eine Katastrophe abzuwenden. Constantinou ist regelmäßig im Camp Moria auf der Insel Lesbos und in anderen Flüchtlingslagern. KEERFA baut in den Lagern Komitees auf, um die Forderungen der Schutzsuchenden publik zu machen.

Moderation: Fiona Herzog (Sozialistische Jugend Wien)

Die Plattform für eine menschliche Asylpolitik hat mit hunderten NGOs einen Appell zur sofortigen Evakuierung der Flüchtlingslager unterzeichnet. Der Aufruf kann hier nachgelesen und verbreitet werden.

Foto: UNHCR/Achilleas Zavallis

Dringender Appell zur Evakuierung der Flüchtlingslager in Griechenland

Foto: UNHCR/Achilleas Zavallis

Die Plattform für eine menschliche Asylpolitik richtet gemeinsam mit bisher rund 150 kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen aus Österreich und aus ganz Europa einen dringenden Appell an Spitzenpolitiker_innen der EU und den griechischen Regierungschef: „Wir fordern Sie unverzüglich zur Evakuierung der Flüchtlingslager und Hotspots auf den griechischen Inseln auf, um eine Katastrophe inmitten der Covid 19-Pandemie zu verhindern.“ Weitere NGOs und Organisationen können den Appell hier unterzeichnen.

An die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen
An den Präsidenten des Europäsichen Parlaments, David Sassoli
An den Präsidenten des Europäischen Rates, Charles Michel
An den Premierminister der Republik Griechenland, Kyriakos Mitsotakis

Wir fordern Sie unverzüglich zur Evakuierung der Flüchtlingslager und Hotspots auf den griechischen Inseln auf, um eine Katastrophe inmitten der Covid 19-Pandemie zu verhindern.

Über 42.000 Menschen befinden sich unter entsetzlichen Bedingungen in den völlig überfüllten Lagern auf den Inseln. Empfohlene Maßnahmen wie die Wahrung von Distanz zu anderen oder regelmäßiges Händewaschen sind schlicht unmöglich. Es gibt keine Chance, einen Ausbruch in einem Lager einzudämmen. Er würde ältere Menschen und jene mit Vorerkrankungen gefährden, sowohl Flüchtlinge als auch Ortsansässige.

Zeit ist ein Schlüsselfaktor. Wir fordern einen Notfalleinsatz, um die Gesundheit und Sicherheit der Asylsuchenden, der Bevölkerung und der Hilfskräfte gleichermaßen zu garantieren. Kommission, Europäischer Rat und Parlament müssen die EU Mitgliedsstaaten dringend dazu auffordern ihre Verantwortung wahrzunehmen und Schutzsuchende aus Griechenland aufzunehmen.

Wir verlangen, dass das Menschenrecht, Asyl zu suchen und zu genießen, wie es durch die Europäische Grundrechtecharta garantiert ist, unverzüglich wiederhergestellt und respek-tiert wird. Dazu gehört die Entgegennahme und Behandlung von Asylanträgen in fairen Asylverfahren und die Nichtbestrafung von Grenzübertritten von Menschen, die Asylan-träge stellen, sowie die vollständige Achtung des Non-Refoulement-Gebots, das derzeit durch rechtswidrige Pushbacks unterlaufen wird.

Die unterzeichnenden zivilgesellschaftlichen Organisationen sind sich aufgrund ihrer Erfahrung in der Betreuung und Beratung von geflüchteten Menschen sicher, dass die derzeitige Krise an den EU Außengrenzen im Rahmen der Möglichkeiten der EU bewältigbar ist, wir zeigen uns solidarisch mit den geflüchteten Menschen und möchten unterstützend mitwirken, diese humanitäre Katastrophe abzuwenden.

Die Liste der unterstützenden Organisationen und Einzelpersonen wird laufend ergänzt. Zivilgesellschaftliche Organisationen, die den Aufruf unterstützen wollen, können dies auf www.urgentletter.at tun. Der Appell ist hier zum Download. Die bisherigen Unterzeichnenden können hier abgerufen werden.